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Datum: 16. bis 18. Juni 1967
Ort: Monterey, Kalifornien, USA
Zuschauer: 200'000
Acts: Eric Burdon & The Animals, Simon & Garfunkel, Canned Heat, Big Brother & The Holding Company (feat. Janis Joplin), Country Joe & The Fish, Quicksilver Messenger Service, Moby Grape, The Byrds, Jefferson Airplane, Otis Redding, Ravi Shankar, Buffalo Springfield, The Who, Grateful Dead, Jimi Hendrix Experience, Scott McKenzie, The Mamas & The Papas, u.a.
Mit dem Monterey International Pop Festival begann das Zeitalter der Open Airs. Das kleine kalifornische Städtchen Monterey wurde im Juni 67 Schauplatz des ersten grossen Festivals mit den angesagtesten Bands und Solokünstlern aus den USA und Übersee. Initiiert wurde das ganze von Lou Adler, Plattenproduzent und Manager von den Mamas & Papas, zusammen mit Ober-Papa John Phillips. Sie sicherten sich die Unterstützung von wichtigen Leuten wie Derek Taylor (Pressesprecher der Beatles), Andrew Oldham (Stones-Manager) und des bekannten Promoters der San Francisco-Szene, Bill Graham. Innert Kürze stellten sie ein einzigartiges Line Up für die drei Tage, unter dem Motto „Music, Love & Flowers“, zusammen. Nebst bereits etablierten Stars waren auch zahlreiche aufstrebende Acts vertreten, die kurz nach Monterey den Durchbruch schafften. Den Auftakt zum Festival machte John Phillips mit seiner Begrüssungsrede. Anschliessend spielte als erste Band The Association. Den Höhepunkt des Abends setzte aber Eric Burdon mit seinen erst kürzlich neu formierten Animals. Im Zuge dieses Auftrittes kamen die Animals in den Staaten ganz gross raus. Eigentlich hätten auch die Beach Boys noch spielen sollen, sagten ihr kommen aber schon im Vorfeld wieder ab. Am Samstagmorgen folgte dann die Show von Big Brother & The Holding Co. mit ihrer neuesten Errungenschaft am Mikrofon: Janis Joplin. Zu dieser Zeit war sie eigentlich „nur“ die Sängerin der Band. Ihr energiegeladener und emotioneller Auftritt sorgte für Furore, und schon bald darauf waren Big Brother ihre Begleitband.Weiter erwähnenswert ist natürlich der legendäre Auftritt von Soul-Sänger Otis Redding. Er n annte das Publikum die „Love-Crowd“ und sang sich die Seele aus dem Leib, einige Wochen später sollte er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen. Als weitere Highlights gelten ganz klar die Shows von Jimi Hendrix und der britischen Rockband The Who. Jimi spielte sich selbst in Trance und setzte anschliessend seine Stratocaster in Brand, während die Who aus dem gesamten Equipment Kleinholz machten. Auch der Doors-Sänger Jim Morrison war anwesend, ebenso Brian Jones von den Stones und Nico von Velvet Underground. Keiner dieser Künstler trat aber am Festival auf. Dokumentiert wurde der ganze Event vom renommierten Filmemacher D.A. Pennebaker. Leider gelang es ihm nur teilweise die Magie des Moments einzufangen. Der Monterey-Film langweilt durch die etwas zufällige Auswahl an Konzertszenen und eine äusserst mangelhafte Ausleuchtung, ist aber als Zeitdokument dennoch von gehobenem Wert.Im Zuge von Monterey landete Scott McKenzie mit „San Francisco“ seinen Riesen-Hit, der Hippie-Traum blühte schnell auf um dann an seiner Vermarktung zu ersticken. Jimi Hendrix startete international voll durch und beeinflusste Heerscharen von Musikern, Janis Joplin hatte ihre grosse Phase und Eric Burdon von den Animals besang das Festival in allen Einzelheiten im Song „Monterey“: Woodstock und Altamont sollten folgen....
  
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