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Wichtigste Bands: England: Eyes, Koobas, Birds, Wimple Winch, Attack, Poets, Truth USA: 13th Floor Elevators, Seeds, Love, Electric Prunes, Sonics, Music Machine, Standells, Shadows Of Knight, Remains, Question Mark & The Mysterians, Chocolate Watch Band, Music Explosion
Die "British Invasion", ein Ausdruck der Medien für die Ausbreitung der englischen Beat/R&B Musik auf die ganze Welt ab 1963/1964, gab den Startschuss. Die englischen Vorbilder hatten es gezeigt: Jedermann konnte in die Saiten hauen und mit 3 Griffen die Welt erobern. Vor allem in den USA, England, aber auch in weiten Teilen der Welt, griffen die Kids zu ihren Instrumenten und entdeckten die Musik als ihr Sprachrohr. Viele von ihnen waren auf ihre Art Yardbirds/Who/Stones/Bealtes/Animals Imitatoren. Anfang der 70er Jahre, als die ersten der legendären "Nuggets" Compilations auf den Markt kamen (eine reichhaltige Sammlung an 60's Garage / Freakbeat / Punk Songs), sprachen Musikzeitschriften wie "Rolling Stone", "Creem" etc. bereits von Punk - Jahre vor dem eigentlichen Punk Boom à la Ramones, Sex Pistols, Clash. Nicht weil ihre Songtexte links ausgerichtet waren oder sie einen Haar-Kamm oder Sicherheitsnadeln in den Ohren trugen, sondern weil sie die Nerven hatten, Gitarre, Bass und Drumsticks in die Hand zu nehmen und drauf los zu dreschen, Gigs zu spielen und Aufnahmen zu machen. Vielen Bands war es egal, ob ein Hit daraus wurde; sie wollten einfach ihr Ding durchziehen. Da spielte eine Menge Leidenschaft mit. Bevor es Compilations wie die "Nuggets" oder "Pebbles" gab, sprich in der Zeit, als die Bands ihre Songs aufnahmen und Konzerte gaben, nahm die Welt wenig Notiz von diesem Genre. Waren es doch die FM-Radio Stationen in den USA, die Piratensendender in der Nordsee oder BBC Radio One in England die den Ton angaben. Und da passte nun mal nicht jede der zu tausenden aus dem Boden spriessenden Bands ins Programm. Die Garage-Bands waren meist höchstens lokale Helden, die man von Konzerten in der Stadt und Umgebung kannte, jedoch nie Auftritte in der "Ed Sullivan Show" oder "Ready Steady Go!" oder mehr als ein paar Singles veröffentlicht hatten. Musikvertreibern wie Rhino Records oder Sundazed ist es zu verdanken, dass wir heutzutage eine solch vielfältige und grandiose Sammlung an ansonsten völlig vergessenen Bands und Songs haben, die so extrem einfach, hip und frisch daher kommen (DER Klassiker ist wohl "Louie Louie" von den Kingsmen). Bands wie Love, The Shadows of Knight oder The Seeds, welche wir auch diesem Genre zuordnen, hatten übrigens doch ein paar Hits vorzuweisen. Dennoch kam ihr Sound rauh und abgefahren daher. Hätte jede Band einen fähigen Manager und einen guten Plattenvertrag gehabt... Viele Songs dieses Genres wären durchaus Hitverdächtig gewesen! Unter Freakbeat versteht man den härteren R&B und Beat der englischen Bands ab 1964, welcher vor allem von den Mods begeistert aufgenommen wurde. Garage / Punk hingegen ist das Gegenstück aus den USA, wobei aber manchmal zusätzlich auch psychedelische Einflüsse zu hören sind.
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