Columbia Records ist das Schallplatten Departement des amerikanischen Medienkonzerns CBS. Da der britische Konzern EMI jedoch ein Teil seiner Schallplatten-Produkte mit dem in Europa durch Copyright geschützten Markennamen Columbia herausbringt, werden US-Columbia-Platten ausserhalb der USA unter dem Label CBS angeboten. Obwohl Künstler wie Bob Dylan und Johnny Cash schon Anfang der 60er Jahre bei Columbia/CBS unter Vertrag waren und die im 19. Jahrhundert gegründete Firma auf ihrem Label Okeh schon in den 20er Jahren im Bereich der schwarzen Race-Music aktiv war, hatte die auf Broadway-Musicals und weissen Schlager spezialisierte Company bis 1967 für Rockmusik keine glückliche Hand. Dies änderte sich nach dem Monterey Pop Festival: der neue Columbia Direktor Clive Davis, ein in Harvard ausgebildeter Jurist, band Stars wie Janis Joplin, Johnny Winter sowie die Bands Santana und Chigago, Blood Sweat & Tears exklusiv an sein Haus, steigerte den Rockanteil am CBS-Repertoire von 15 auf über 50 Prozent, erkämpfte der Gesellschaft fast ein Viertel des amerikanischen Plattenmarktes und erhöhte den Weltumsatz bis 1972 von 170 Millionen auf 340 Millionen Dollar jährlich. Im Mai 1973 wurde Davis fristlos entlassen, weil er rund 94'000 Dollar unlegitimiert und mit frisierten Quittungen der Konzernkasse entnommen haben soll. Davis, seit 1974 Chef der Bell Schallplattengruppe und des selbstgegründeten Labels Arista Records, hat dies stets bestritten; unter anderem in seinem Buch: Clive Inside the Record Business, einer fesselnden und präzisen Zusammenfassung der Rockpolitik von Columbia/CBS. Heutzutage gehört Columbia zu Sony Music.
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