Die Bibel der Rock-Revolution, Rolling Stone, wurde in San Francisco vom 21-jährigen Jann Wenner erdacht und herausgegeben. Mit einem geliehenen Startkapital von 8'000 Dollar liess er am 6. November 1967 die erste Ausgabe drucken. Von den gedruckten 40'000 Exemplaren liessen sich 34'000 nicht verkaufen. Wenner schrieb zuvor für das monatlich erscheinende Ramparts Magazin, das über radikal-politische Themen und Avant-Garde Kunst berichtete, jedoch ein Mangel an Humor und einer Verbindung zum Rock aufwies. Rolling Stone hingegen hatte von Anfang an das richtige Verhältnis in der Themenauswahl und erreichte schliesslich schnell eine grosse Glaubwürdigkeit für die jungen Leser. Es war das erste Musikmagazin, das eine seriöse Musikkritik-Sparte führte. Da das Heft sich nicht nur mit der Musik befassen wollte, sondern auch mit Dingen, welche die Musik umfassen, bot es schneidende Berichte über Themen wie Drogen (Rubrik "The Dope Pages"), Groupies, Untergrund-Filmemacher, Musikfestivals etc. Statt Rockmusiker als austauschbare Gebrauchtwaren zu behandeln, erlaubte ihnen Rolling Stone offen und ehrlich über sich und die Musik zu reden. Es wurden lange und bedachte Interviews mit Musikern wie Pete Townshend, John Lennon, Eric Clapton, Jerry Garcia, Mick Jagger oder Bob Dylan geführt. Jann Wenner baute eine Reihe von Musik-Journalisten auf, die noch bis heute als die bedeutendsten ihres Berufsstandes gelten: Landau (heutzutage Bruce Springsteen's Manager), Greil Marcus, Lester Bangs, Ed Ward, Langdon Winner, Dave Marsh, Ben Fong-Torres, Chet Flippo und weitere. Das Magazin existiert selbstverständlich heute noch und ist wohl das grösste Musikmagazin der Welt.
www.rollingstone.com
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