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"A Whole Scene Going" (UK) "A Whole Scene Going" war das erste richtige Lifestyle Programm für Jugendliche, welches über die Mode in Carnaby Street, London's Club Szene und Pauschalreisen nach Italien berichtete. Twiggy hatte hier ihr TV-Debut. Moderator Barry Fantoni führte auf seinem "hot seat" Interviews, wobei zum ersten Mal in TV-Shows die Rock-Themen ernst genommen wurden. Pete Townshend von The Who sprach hier öffentlich über Drogen (zu sehen auf dem Film "The Kids Are Alright") oder der berühmte Produzent Mickie Most weigerte sich, Fantonini's Fragen zu beantworten. Unter misteriösen Umständen wurde die Show nach nur ein paar Folgen abgesetzt und durch die Chat Show "Dee Time" ersetzt.
"American Bandstand" (USA) Diese U.S. Show strahlte seit 1957 Rock'n'Roll / Pop Sendungen aus und formte das mainstream Image von gut erzogenen jungen Leuten. Sie verpasste aber irgendwie den Anschluss an die "British Invasion" und der Beat-Bands und wurde ab 1964 von Shows wie "Shindig" und "Hullaballoo" abgelöst.
"Beat Club" (BRD)
Am 25. September 1965 ging die erste Folge einer Sendereihe über den Bildschirm, die inzwischen längst das Prädikat "legendär" trägt. Obwohl der Anfang noch rührend unbeholfen aussah, geschah damals Unerhörtes: die so genannte Beat-Musik hielt Einzug in das biedere deutsche Fernsehen. Die ehemalige "Beat Club" Moderatorin Uschi Nerke hat ihre eigene Radio Show auf Radio Bremen. Mehr Infos.
"Colour Me Pop" (UK) Moderiert von Rowan Ayers, war diese Sendung zuerst ein Segment der von Steve Turner produzierten Late-Night-Show "Line-Up" auf BBC2. Die erste Ausstrahlung im September 1968 zeigte die Hollies. Ab November wurde eine eigenständige Sendung daraus. Weitere Bands, welche hier auftraten waren: Julie Driscoll Brian Auger & The Trinity, Love Sculpture, The Nice und Jethro Tull. Im Januar 1970 wurde "Colour Me Pop" von der Sendung "Disco 2" abgelöst.
"Dad, You're A Square!" (UK) Väter und Söhne debattierten über neue Rock-Veröffentlichungen.
"Here Come The Girls" (UK) Diese Sendung von Associated Rediffusion aus dem Jahre 1963 war den weiblichen Musiker gewidmet.
"Hullaballoo" (USA) Die amerikanische Unterhaltungssendung "Hullaballo" des NBC Senders lebte von einem Gemisch aus Sketch-Nummern, Gesangs-und Tanzeinlagen der biedersten Art aber eben auch von Auftritten diverser Beat-Bands aus Übersee, wobei sich nach und nach auch die einheimischen Bands etablieren konnten. Als Host der Sendung fungierten jedesmal verschiedene Promis aus Film, Funk & Fernesehen. Ob Frankie Avalon, Herman’s Hermits, Barry McGuire oder Ilja Kurijakin, sie alle führten durch ein teilweise recht konträres Programm. Neben Schlagersängerinnen wie Petula Clark konnte man die finsteren, bösen Rolling Stones oder die rauhen Kinks bestaunen. Um dem trendigen British-Invasion Zeitgeist zu entsprechen wurde jeweils auch noch ein kurzer Special aus Good Old England gesendet: "Hullaballo London" wurde von keinem geringeren als Brian Epstein moderiert, dem Manager der Beatles. Eine gute Gelegenheit, die neusten britischen Künstler einem breiten amerikanischen Publikum vorzustellen. Diverse Hullaballo-Sendungen sind auf DVD erhältlich.
"It's All Happening" (UK) Nachfolger von "The Beat Boom"
"Juke Box Jury" (UK)
In dieser wohl beliebtesten Familen-Unterhaltungssendung urteilten vier Diskussions-teilnehmer darüber, ob eine neue Single-Veröffentlichung ein Hit oder ein Flop wurde. Die Jugendlichen freuten sich über die vorgetragene Musik und die Eltern freuten sich, wenn ein Diskussionsteilnehmer eine Single fertig machte. Ein Höhepunkt war, als die Beatles und Rolling Stones in der gleichen Sendung auftraten. Die Live-Show konnte beinahe nicht gesendet werden, weil die Bands zuvor dauernd die Hauptprobe störten. Brian Jones von den Stones sagte schliesslich "Hey hört, wir bringen Mr Jacobs' (der Chef) Programm durcheinander. Wir müssen uns benehmen". Lustigerweise taten sie das dann auch!
"Music Scene" (USA) Text in Bearbeitung
"Open House" (UK) "Open House" war 1964 auf BBC2 am Samstag Nachmittag zu sehen. Die Sendung mischte Film, Wissenschaft und Mode mit Auftritten von Brian Poole, Adam Faith und den Rolling Stones.
"Ready Steady Go" (UK)
 "Das Wochenende beginnt hier" war der Leitspruch der wohl erfolgreichsten englischen Musiksendung der 60's, welche von 1963-1966 ausgestrahlt wurde. Gesendet wurde von Rediffusion's London Studio in Kingsway aus, zwischen Holborn und The Aldwych. Die Show wurde moderiert von Keith Fordyce und Cathy McGowan. Sie wurde bald ein Vorbild für junge Mädchen und wurde zur "Queen of the Mods". Das Publikum bestand aus ziemlich coolen Leuten. Kleidung und Tanzfähigkeiten waren das Allerwichtigste für die Publikumskandidaten. Dafür war man live und ziemlich nahe an Stars wie den Beatles, Stones, Dusty Springfield, Gerry and The Pacemakers, Marvin Gaye, Gene Pitney, Beach Boys, Sandie Shaw, Animals oder Manfred Mann. Cathy McGowan, die vorher im Büro der TV Station gearbeitet hatte, machte zwar den Eindruck, als läge ihr das Moderieren nicht sonderlich, doch ihre Energie, ihr Enthusiasmus, ihr Stil und ihre Schönheit machten den Mangel in Interview- und Präsentations-Techniken wieder wett. Der Hauptrivale von "RSG", "Top Of The Pops", hatte nicht den gleichen Einfluss und die gleiche Glaubwürdigkeit, die "RSG" in den vier Jahren offenbarte. Mit dem Aufkommen von Hippies und Psychedelia wurde die Langspielplatte wichtiger als die 45rm Single, und somit "RSG" weniger relevant. Cathy trat vom Bildschirm zurück und hat sich inwischen als Style-Guru für Stars etabliert.
"Shindig!" (USA)
Text in Bearbeitung
"Smother Brothers Comedy Hour" (USA) Tom und Dick Smothers, die Hosts dieser Sendung, kamen aus dem gleichen Polit-kritischem Folk Lager wie Bob Dylan, Phil Ochs und Joan Baez. Die "Smother Brothers Comedy Hour" lief ab 1967 nacheinander auf drei verschiedenen TV Stationen, bis 1975 das Aus war. Als die Sendung von der ersten Station (CBS) gekippt wurde, war der Grund der Auftritt von Joan Baez, welche ihr Lied "Green Green Grass Of Home" ihrem "husband David Harris, who is going to prison soon" widmete. Harris war ein Kriegsverweigerer und ein Held in der Anti-Krieg Bewegung.
"Starmash" (UK) Eine Musik-Show für die Zuschauer aus Schottland.
"Thank Your Lucky Stars" (UK) Diese auf die Charts ausgerichtete Musikshow lief von 1961-1966. Sie starb aus, weil ein Gesetz den zuständigen Show-Produzenten ab 1966 verbot, die Bands zu den Songs mimen zu lassen. Die Bands mussten live spielen.
"The Beat Boom" (UK) Diese Sendung lief 1964 auf BBC2 unter dem Motto "30 minutes of non-stop beat and shake". Sie war noch R&B lastiger als "RSG", welche dazu beitrug, Soul und R&B/Beat Bands populärer zu machen. Wie auch "RSG" war "The Beat Boom" vor allem unter Mods sehr beliebt. Es traten Künstler wie Chris Farlowe, Long John Baldry, Little Walter und Sonny Boy Williamson auf. Der Höhepunkt - zumindest Backstage - war ein sichtlich gereizter John Lee Hooker, der den Produzenten Michael Hurll bat, ihn zum Sheperd's Bush Market zu fahren, damit er dort eine Knarre kaufen könne um ein Mitglied seiner Tour-Band damit zu erschiessen, weil der ihm dermassen auf die Nerven ging.
"The Monkees" (USA)
Die amerikanische Sitcom "The Monkees" fuhr dort weiter, wo die Beatles mit "A Hard Day's Night" aufhörten. Aus hunderten von Bewerbern wurden die Mitglieder dieses Quartets ausgewählt, welche mit viel Glück und dank genialen Produzenten, Studio-Musikern und Songwritern zu einer lustigen, inspirierenden und beliebten Beat/Pop Band gemacht wurden. Das gleiche kann auch für ihre TV Show gesagt werden. "The Monkees" reflektierte das rasante Tempo und den surrealen Verlauf der Dinge während dem erwachsen werden in den 60's. Neben den etwas doofen und übersüssen Momenten (z.B. Monkee Davy's schüttelfrost erregende Balladen) war die Sendung "hipper" als zu erwarten war. Eine für Teens zugeschnittene Sitcom, die in einer ihrer Folgen Platz für einen Tim Buckley Auftritt hatte war nicht nur cool sonder visionär. Als die Monkees dann auch die Jimi Hendrix Experience als Vorgruppe für ihre Tournee quer durch die USA auswählten, merkten die aufmerksamen Beobachter schlussendlich, dass die Monkees doch sehr OK waren. Sogar Timothy Leary mochte die Sendung.
"Top Beat" (UK) Die monatlich ausgestrahlte TV-Show "Top Beat" (1964-1965) packte jeweils bis zu Neun Bands in eine Sendung in ein 1-stündiges Studio-Konzert (Pretty Things, Wayne Fontana, The Miracles etc.). In einer Sendung von 1964 brachten sie möglicherweise eines der besten 60's Line-Ups überhaupt: Beatles, Rolling Stones, Cliff Richard & The Shadows, Donovan, Dusty Springfield, Kinks, Them und Searchers.
"Top Of The Pops" (UK) Seit 1964 gibt es "Top Of The Pops" bereits und orientierte sich von Anfang an die Charts. Mit "RSG" und "Thank Your Lucky Stars" gehörte sie zu den drei grössten Musik TV-Sendungen.
"Where The Action Is" (USA) Eine halbstündige Pop Show am Nachmittag; gehostet von der Band "Paul Revere & The Raiders" und groovy Gästen. Die Raiders Bekleidung war so komisch wie möglich, vorallem aber wo sonst konnte man zum Beispiel Bands wie 60's Punk Rocker "The Music Machine" zu ihrem lokalen Hit "Talk Talk" playback spielen sehen? In Telefone "singend" und ganz offensichtlich "unplugged"? Die Show war etwas lächerlich, doch mindestens ein Schritt in die richtige Richtung. Raiders-Sänger Mark Lindsay war sicher "hipper" als Dick Clark, Dean Martin oder Steve Allen.
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